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Alte Freunde von
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Jeder lebt und leidet für sich allein |
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Regie: mit: Kurz gesagt:
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Jupp, Pieter, Marten und Tom sind
alte Freunde aus Studententagen, wo sie mancher Ulk und manches
Besäufnis einte. Dann verloren sie sich weitgehend aus den Augen, nur
hin- und wieder ein kurzes Treffen, ein paar belanglose Worte und weiter
ging´s: bei Jupp führte die Karriere steil nach oben bis ins
Ministerbüro, Tom wurde Anwalt mit einträglichen Fällen, Marten
mauserte sich zum viel beachteten modernen Regisseur, und nur der
einstige Kunststudent Pieter blieb auf der Strecke, das heißt im Archiv
der städtischen Verwaltung stecken. Bei ihm nun treffen nacheinander
die Freunde ein: Zunächst Jupp, leicht lädiert und wutschnaubend nach
einem deftigen Ehekrach, Tom immer noch hypermanisch nach einem
Aufenthalt in der Psychiatrie und dem Verlust seiner Anwaltszulassung
und Marten, kurz vor seiner neuen Premiere als ein Nervenbündel. Ein vager Ansatz eines Freundschaftsdienstes bahnt sich an, als für Jupp noch die Aussicht auf ein Ministeramt und für Tom die Hoffnung auf einen erfolgreichen Prozess besteht, doch als es brenzlig wird und die Politkarriere bedroht ist, wendet man sich von Pieters Fall ab. Alleingelassen, unfähig, sich in der verworrenen Situation aktiv zu bewegen, steht der arme Kerl nun vor dem totalen Aus. Was er zuvor noch schelmisch als List anwandte, nämlich die Androhung einer Verzweiflungstat, um die Unterschriften seiner Kollegen für eine ordnungsgemäße Schenkung der Kunstwerke zu erhalten, nimmt nun eine bedrohliche Form an... Zu Beginn des Abends gibt es einige langatmige Szenen und banale Wortwechsel, dann folgen sehr schnelle Abläufe und Spots, und man kann den Ereignissen gar nicht so schnell folgen, wie das Schicksal jetzt seinen Lauf nimmt. Da gibt es noch einige pikante Offenbarungen in der Beziehung zwischen dem Regisseur und der Tochter von Jupp und zwischendurch einen tollen Strip von Janina Rudenska sowie eine hinreißende Imitation der "Blues Brothers". Ansonsten eine lange, langwierige Inszenierung, der straffe Streichungen und ein durchgreifendes dramaturgisches Konzept gut täten. Aber das ist vielleicht auch gar nicht möglich - ist der lockere Text von Maria Goos doch offensichtlich als Gedankenpuzzle konzipiert. A.C.
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