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Zickenkampf in der Konzertmuschel
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Premiere 16.5.2007
Zum Ensemble gehören: Sechs Damen und ein Herr, die ihr Talent an ein uninteressiertes Kurhauspublikum zu vergeuden glauben: die vom Leben vernachlässigte Patricia, erste Geige, die ihre Karrierepläne der Pflege ihrer armen Mutter opfert. Die liebestolle Pamela, zweite Geige, die nur zum Wohle ihrer kleinen Tochter spielt. Die naive Bratschistin Ermeline, die der stillen Leona, Klarinette und Querflöte, siegesbewusst von den nichtigen Triumphen über ihren Mann erzählt. Und schließlich die überspannte Cellistin Susanne, die sich sehnsüchtig einer Liaison mit dem Pianisten Léon hingegeben hat. Der jedoch will sich nicht von seiner kranken Frau trennen, ebenso wenig, wie er sich der Avancen der Orchesterchefin erwehren kann. Und diese, eine resolute und fulminante Bassistin, versteht es, die ausbrechenden Musikerinnen immer wieder zu zügeln.
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Der musikalische Reigen birgt ein reichhaltiges Repertoire und reicht von „Beschwingte Träumereien“ bis zum „Liebesrausch auf Cuba“ - von den Damen mit grotesker Imitation und viel „Weiblichkeit und viel Vibrato“ dargeboten – wie es Madame Hortense, die sehr resolute Bassistin und die Chefin der überspannten Gruppe, immer wieder betont. Sphärenklänge, Boogie, ein kleines musikalisches Feuerwerk zwischen „Rocky Horror Picture Show“ geben an- und abschließend „den Rest“. Leider führen Klatsch und Tratsch und böse Eifersüchteleien zu gar keinem guten Ende, und so muss Spontinis „Arie der Vestalin“ abgesagt werden, ein Schuss fällt, der Konzertmanager tobt wie ein herrlicher Zigeunerbaron und bringt die Damen zur Räson zwischen Hoffen und Warten, Illusion und Wirklichkeit,Traum und Tod. Sehenswert, obwohl man sich ein bisschen mehr Esprit und Charme nach französischer Art vorstellen könnte. Des Deutschen Witz ist doch immer hammerhart! |