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Teatro Delusio von
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Wenn Träume wahr würden... |
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auch unter www.floez.net Theaterhaus Stuttgart und FLÖZproduktion zeigen Ein Theaterstück von Paco Gonzalez, Björn Leese, Hajo Schüler und Michael Vogel mit Hajo Schüler, Paco Gonzalez und Björn Leese
Kurzgefasst Wer sich noch an das letzte Gastspiel der unvergleichlichen Gruppe erinnert, das „Ristorante Immortale“,weiß, welch leises und virtuoses Körper- und Ausdrucksspiel hier geboten wird – nirgendwo sonst sieht man Ähnliches. Diesmal ist das Spiel ohne Worte auf, vor und hinter der Bühne noch wirbeliger, noch witziger, aber auch ebenso leise und behutsam, wenn alle Träume verklungen sind...ein Theater der Desillusion...
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Auch bei diesem Theater auf dem Theater haben sie alle ihre Träume: die affektierten Stars auf der Bühne und die einfachen Männer hinter der Kulissenwand. Da ist der tollpatschige, schüchternde Bühnenarbeiter Bernd, der sich lesend vor der rüden Außenwelt in eine Scheinwelt flüchtet, ständig über alles stolpert, die Kabel natürlich immer wieder falsch zusammensteckt, so dass es zischt und funkt, und der sich doch so gerne in die kleine Tänzerin verliebt hätte... Das kleine wuschelige Tier, das er in der Kostümtruhe verborgen hält, ist ihm Ersatz für all die Sehnsüchte. Dass er sich dabei zugleich auch als ein geschickter Puppenspieler zeigt, gehört zum Handwerk des FLÖZ-Teams und zu den vielen Überraschungen, mit denen diese Inszenierung verzaubert. Aber auch sein kleiner, drahtiger Kollege Toby mit den strammen Muskeln und dem verächtlichen Blick ist durchaus nicht so stark wie er sich und uns glauben machen will. Sein Traum ist es, als toller Tanz- und Gesangstar auf der Bühne zu stehen oder als Ritter und Cowboy alle anderen mit Degen und Pistole zu besiegen. Auch diese Wünsche müssen Utopie bleiben - oder was wäre sonst die Konsequenz? Auch der dicke Ivan, der strenge, doch letztlich gutmütige Boss der Dreiertruppe, hat einen Traum: Die Liebe zu einer schönen Künstlerin, die ihn beinahe wiederliebt, und dann doch mit dem eitlen Direktor betrügt. Schein und Wirklichkeit geraten durcheinander, und blitzschnell verwandeln sich die Drei in allerhand Personen, die da hinter der Bühne herumflitzen, sich spiegeln oder einfach nur auf den Auftritt vorbereiten: Da sind die Orchestermusiker, köstliche Karikaturen, die hochnäsige Primadonna, der eitle Erste Bariton, das Tänzer-Paar, der gezierte Ballettmeister und die vielen Schwanensee-Tanzmädchen. Da wirbelt und turnt und tanzt es vor und hinter der schmalen Kulissenwand, das man meint, in einem Taubenschlag zu sein, ganz wie im wirklichen Bühnenleben. Und doch sind es nur drei Männer, die mit fantastischen Masken und Kleidern in treffender Pose Charaktere und Persönlichkeiten formen, Freud und Leid vermitteln. Das ist einfach grandios! Man muss diese FLÖZ-Truppe sehen, man hört, was sie nicht sagen, man fühlt, was sie erleben. Aber was bedeutet das kleine Mädchen mit den goldgelben Haaren und dem weißen Kleidchen, das von den drei Spielern am Anfang und Ende des Spiels behutsam auf die Bühne geführt wird, und das eher wie eine Puppe erscheinen soll? Vielleicht ein Pendant zum Kleinen Prinzen, vielleicht eine Traumfee, die uns Illusionen schenkt und in eine Welt der Sehnsüchte führt, die unser nüchternes Leben erträglicher macht. A.C.
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