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Das Fräulein von von E.T.A. Hoffmann
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Dies ist doch eine nette alte Dame oder?
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Regie: Rainer Behrend
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Es spricht für Ursula Temps - und natürlich für E. T. A. Hoffmann - dass diese kleine Kammerinszenierung noch immer und immer noch auf dem Spielplan der Vaganten Bühne steht. Frau Temps ist eine hervorragende Alleinunterhalterin - schlüpft perfekt in viele Rollen, fesselt ihr Publikum mit immer neuen, überraschenden Effekten, indem sie enthüllt und verhüllt und so variationsreich spielt wie eine Artistin, die sich ihres atemberaubenden Tuns durch perfektes Training vollkommen sicher ist. Die kleine Erzählung, eine Kriminalgeschichte eigentlich, spielt in Paris im Jahre 1680, also zur Zeit Ludwig XIV., des Sonnenkönigs. Die Kunden des berühmten Goldschmieds Cardillac - Höflinge und reiche Edelleute - werden leider nach ihrem Schmuckkauf, wenn sie des nachts heimlich zu der Geliebten eilen, fatalerweise ihrer kostbaren Kleinodien beraubt. Natürlich darf und kann solch ein Vergehen, der pikanten Adressantin wegen, nicht öffentlich zur Anzeige gelangen. Was also tun? Der König befragt seine Ratgeberin, eben jenes vornehme Fräulein von Scudéri, eine kluge alte Dame am Hofe. Und diese hat eine Antwort parat, die uns die Franzosen (trotz allem anderen) immer wieder als Vorbilder strahlen und leuchten lässt: "Ein Liebhaber, der sich vor Dieben fürchtet, ist der Liebe nicht wert." Wohl wahr. Doch was steckt dahinter? Natürlich finden die Vermutungen und Verdächtigungen schließlich eine unerwartete Auflösung, und Hoffmanns meisterhafte Novelle aus dem Jahr 1818 ihren amüsanten Ausgang. Ursula Temps hat bisher schon mit "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe" von Peter Hacks, sowie mit der "Mondfinsternis" von Friedrich Dürrenmatt und zuletzt als "Magd Zerline" von Hermann Broch ihr Publikum gefunden. Man sollte sie erlebt haben! A.C.
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