Olé - Die Flamenco Comedy Show

von Paul Morocco

 

 Flamenco - vergnüglich!

 

Wechselnde Programme in der

Bar  jeder  Vernunft

Von und mit:
Paul Morocco: "Die Legende besagt, dass dieser junge Mann sein Elternhaus in Virginia Beach in den USA eines Tages verließ, mit nichts als einem Lächeln auf den Lippen, einer spanischen Gitarre auf dem Rücken und dem Gelübde, niemals langweilig zu werden. Er begann seine Karriere als Musiker, Clown, Tänzer und Jongleur 1987 in London und verdiente seine ersten Lorbeeren als Straßenentertainer in Covent-Garden. Seit 1993 tourt er mit seiner eigenen Show "Olé", erfolgreich von Festival zu Festival, tritt in zahlreichen TV-Shows auf und dann und wann auch live in Berlin.

Marcial Heredia: Sproß einer spanischen Zigeuner-Dynastie in Granada und als Künstler durch seinen Großvater vorbelastet, der eine bekannte Größe der Flamencoszene war. In dieser Familie gibt es niemanden, der nicht tanzt oder singt. Heredia lernte Flamencogitarre natürlich bei seinem Großvater und Jazzgitarre bei dem Engländer Mike Jingle. 1993 begegnete er Morocco in London, und 1997 trat er in seine Show ein. Ein echter südspanischer Macho mit einem Schalk im Nacken, charmant und ungefährlich.

Alessandro Russo: Er stammt aus Rom und ist Spezialist für Swing, Jazz- und Flamenco und natürlich auch für einige Clownerien. Einige Jahr lebte und arbeitete er in Frankreich; jetzt hat er in der Truppe den Part von Willie de Endaya an der dritten Gitarre übernommen. Russo war bereits von 1994 bis 1996 auf Tour mit der Flamenco-Comedy-Show.

 

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Wer einen ganz besonderen Abend erleben möchte, zu zweit oder in bewährter Clique, der sollte sich die Olé - Flamenco Comedy Show in der Bar jeder Vernunft auf keinen Fall entgehen lassen!

Denn was die drei flotten Machos da musikalisch und stets mit ganzem Körpereinsatz auf die Bühne und ihre Beine stellen, ist vergnüglich und famos. Von hoher artistischer Fertigkeit zeugen Paul Moroccos zauberhafte Jongleur-Kunststücke; da lässt er Bälle und Eier (echte) und Tennisschläger und Pingpong-Bälle durch die Luft wirbeln, und das alles eher beiläufig, als wäre ihm der Schabernack eben erst eingefallen, und als er wolle nur mal eben etwas Absurdes ausprobieren. Derweil zerren und schlagen seine Partner Marcial Meridia, der nicht nur ein großer Gitarrenspieler ist, sondern auch noch sehr viel komödiantisches Blut sowie Haare auf der stolzen Brust vorzeigen kann, sowie der durchaus vollwertige Neu-Partner Alessandro Russo kräftig in die Saiten ihrer arg traktierten Gitarren, die sich mit Rauch und Dampf rächen, der aus ihren Hälsen quillt....Aber zwischen allen Herz- und Zwerchfellattacken auf das heiter gestimmte Publikum können die beiden Mannen auch ganz schön leise und zart schwierige Parts spielen.

Zwischen Chaos und Klamauk brechen die drei Jungs alle Gesetze des seriösen Auftretens, entfachen, klopfend und schlagend, ein gewaltiges rhythmisches Feuerwerk. Kisten und Hocker und die Gitarren werden zu Schlaginstrumenten, und auch der eigene Körper kann, mit Leder bezogen, unvergleichlich den Takt in der  Flamencosprache aufnehmen. Kein Wunder, dass in dieser furiosen Show die Funken zwischen den Akteuren und ihrem Publikum sicht- und hörbar tanzen.

Und man weiß eigentlich gar nicht, was man mehr bewundern soll: die musikalische Virtuosität des Amerikaners Morocco, des Spaniers Heredia oder des Italieners Russo, mit der sie ihre Show mit Volldampf voran treiben, oder die clownesken Eskapaden, mit denen sie frivol-witzig Machismos und Leidenschaftlichkeit mimen. Wer einen ganz besonderen Abend erleben möchte, zu zweit oder in bewährter Clique, der sollte sich diese Show auf keinen Fall entgehen lassen! A.C.